Eine Dachbegrünung ist eine richtig tolle optische Aufwertung für den eigenen Carport und zudem aus ökologischer Sicht äußerst sinnvoll. Hierdurch entsteht mehr Raum für die Natur und eine Vielzahl von Lebewesen. Zudem bietet ein begrüntes Carportdach eine wesentlich bessere Isolierung, sowohl gegen Hitze, wie auch gegen Kälte und Frost. Bevor es mit der Bepflanzung jedoch losgeht, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden. Je nach Fläche des Carportdaches können mit einer Begrünung bis zu 150 Kilogramm Zusatzgewicht entstehen. Bevor ein Gründach also tatsächlich realisiert werden kann, muss geklärt werden, ob die Carportkonstruktion im Stande ist, diese Zusatzlast problemlos zu tragen.

Carport Dachbegrünung – optisch ansprechend und förderlich für die Umwelt

Ein grünes Carportdach ist nicht nur sehr schön anzusehen, sondern tut auch der Umwelt etwas richtig Gutes. Die Konstruktion des Carports und insbesondere des Dachs müssen jedoch der zusätzlichen Last standhalten können. Um das Dach effektiv vor einer Durchwurzelung zu schützen, kann eine sogenannte Wurzelschutzfolie verwendet werden. Zudem wird eine Anpassung der Dachränder nötig sein, damit überschüssige Flüssigkeit abfließen kann. Eine seitliche Regenrinne oder ein punktueller Entwässerungsablauf ist also sehr wichtig.

Grundsätzlich bringt ein grünes Carportdach folgende Vorteile mit sich:

  • Die grüne Dachbepflanzung nimmt Staubpartikel, wie beispielsweise Feinstaub, aus der Luft auf und verbessert somit deutlich die Qualität der Luft.
  • Die Grünpflanzen können abhängig von Jahreszeit und Klima, bis zu 90 Prozent des Niederschlags aufnehmen. Dadurch wird auf dem Dach Feuchtigkeit gespeichert. Bei Hitze kann diese Feuchtigkeit wieder verdunsten und hat somit sehr positive Auswirkungen auf das umherliegende Mikroklima.
  • Das Substrat der Dachbegrünung nimmt das Regenwasser auf und speichert es. Lediglich ein Teil wird zeitverzögert wieder abgeleitet. Das entlastet deutlich die Kanalisation und das Abflusssystem.

Wie ist das Gründach von Carports aufgebaut?

Grundsätzlich wird hier zwischen zwei unterschiedlichen Bepflanzungsvarianten unterschieden: Die intensive und die extensive Dachbegrünung. Unter einer intensiven Dachbegrünung wird eine richtig üppige Gartenlandschaft verstanden. In der Regel werden eher Dachgärten auf diese Art und Weise bepflanzt. Diese bieten dann ähnlich wie eine Dachterrasse wunderschöne Grünflächen inkl. Aufenthaltsbereiche. Diese Dächer sind vergleichbar mit kleinen Gärten, für deren Bepflanzung auch ein sehr reichhaltiges Pflanzenrepertoire zur Verfügung steht. Für einen Carport wäre eine solche Begrünungsvariante selbstverständlich viel zu schwer und daher nicht umsetzbar. Aus diesem Grund kommt für das Carportdach nur die extensive Bepflanzung zur Anwendung.

Für das Dach eines Carports kommen leichte Pflanzen zum Einsatz, also spezielle Moos-Pflanzen und Gräser. Sie breiten sich im Laufe der Zeit über die gesamte Dachfläche aus und werden somit zu einem deckenden Grünteppich. Für diese Pflanzen ist der Niederschlag von oben auch ausreichend Bewässerung, was das Gründach wiederum sehr pflegeleicht macht.

Wie ist eine Dachbegrünung für ein Carportdach aufgebaut?

Um ein Carportdach extensiv zu begrünen müssen zwingend zwei Schichten aufgetragen werden: Zum einen ist dies die Abdichtungsschicht und zum anderen die sogenannte Substratschicht.

Wer möchte, kann zusätzlich auch noch ein Vlies mit verbauen. Die Abdichtung sorgt hauptsächlich dafür, dass der Carport wirksam vor jeglicher Feuchtigkeit geschützt ist. Das ist besonders für Holzcarports von großer Bedeutung. Das heißt, dass alle Materialien, die für die Grünfläche verwendet werden sollen, wurzelfest sein müssen, also den Wurzeln der Grünpflanzen standhalten müssen. Die Substratschicht ist das Fundament, die Grundlage der Begrünung. Je nachdem, welche Pflanzen auf dem Carportdach gepflanzt werden sollen, muss hier die entsprechende Schichtdicke ausgewählt werden.

Welche Pflanzen eigenen sich für die Begrünung des Carportdachs?

Für die extensive Begrünungsvariante, die für Carports in Frage kommt, können allerlei Kräuter, Moos oder Gräser ausgewählt werden. Die Pflanzen breiten sich rasch aus und erzeugen keinen zusätzlichen Pflegeaufwand. Das bedeutet, dass sie weder zusätzlich bewässert, noch gedüngt werden müssen. Diese Dachpflanzen kommen mit der Regenmenge wunderbar aus. Die direkte Sonneneinstrahlung biete diesen Grünpflanzen perfekte Bedingungen zum Wachsen und Gedeihen. Im Idealfall sollte die Dachfläche in den Monaten von April bis September begrünt werden.

Welches Carportdach ist überhaupt für eine Bepflanzung geeignet?

Nicht jedes Carportdach kann problemlos bepflanzt werden, denn es würde der Last der Pflanzen nicht standhalten. Wer gerne ein grünes Dach möchte, sollte das im Optimalfall schon bei der Konstruktion und der Statik Planungen für den Carport berücksichtigen. Dächer, die eine Neigung von rund 30 Grad haben, eignen sich ausgezeichnet dazu, begrünt zu werden. Auch alle Carportdächer, die keine Wärmedämmung beinhalten können bepflanzt werden. Auch ein flaches Kies-Carportdach ist hervorragend für eine Dachbegrünung geeignet. Am besten ist es im Vorfeld abzuklären, welche Möglichkeiten zur Bepflanzung tatsächlich gegeben sind. So kann nachträgliche Unzufriedenheit vermieden werden. Dann steht der Freude an der grünen Pracht nichts mehr im Wege und Insekten, wie Bienen, Falter und Co. finden dort einen wunderbaren Lebensraum.…